Seltene Erkrankungen können mit Symptomen einhergehen, die auch typisch für andere gynäkologische Indikationen sind. Dadurch kann es vorkommen, dass sie erst spät diagnostiziert werden oder unerkannt bleiben.
Auch bei Erkrankungen wie der kongenitalen thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura (cTTP), dem Hereditären Angioödem (HAE) und der Von-Willebrand-Erkrankung (VWE) stehen Symptome im Vordergrund, die in der gynäkologischen Praxis häufig anzutreffen sind. Unerkannt können sie schwerwiegende Folgen haben: von unnötigen operativen Eingriffen über Schwangerschaftskomplikationen bis hin zu lebensbedrohlichen Verläufen. Doch mit gezielten Fragen, einem geschärften Blick während der Diagnostik und der frühzeitigen Überweisung in ein spezialisiertes Zentrum können Sie als Gynäkologin oder Gynäkologe entscheidende Impulse für eine frühe Diagnose geben und so die Lebensqualität Ihrer Patientinnen verbessern.
Expertise nutzen – Patientinnen gezielt überweisen
Spezialisierte Zentren in ganz Deutschland unterstützen Sie bei der weiterführenden Abklärung und Diagnostik. Hier finden Sie eine Übersicht ausgewählter Zentren, an die Sie Ihre Patientinnen im Bedarfsfall überweisen können.
Referenzen
- Joly BS et al. Blood 2017; 129(21): 2836–2846.
- Kremer Hovinga JA et al. Nat Rev Dis Primers 2017; 3: 17020.
- Maurer M et al. Allergy 2022; 77: 1961–1990.
- Van Kwawegen CB, Leebeek FWG. Res Pract Thromb Haemost 2024; 8(8): 102599.
EXA/DE/cTTP/0007